1. Herren: So kann es laufen

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Zwei Spiele haben wir in den letzten zwei Wochen absolviert: das erste Spiel am Samstag, 16.11., bei uns gegen die TuS Bramsche, und das zweite Spiel am Freitag, 22.11., in Hesepe gegen den SV Hesepe/Sögeln. Kurz vor Ende der Hinserie – nur noch ein Spiel steht an – war es wichtig, gegen die direkten Konkurrenten zu punkten, um nicht vom Abstiegsgespenst einen Besuch abgestattet zu bekommen. Für beide Spiele konnten wir mit der kompletten Aufstellung aus Max, Harald, Malte, Peter, Gleb und Friedrich planen, sodass wir zu Recht optimistisch sein durften.

Bramsche

Kurz vor dem Spielbeginn erreichte uns dann allerdings eine schlechte Nachricht: Gleb war kurzfristig krank geworden, sodass Max und Harald hektisch die VfL-Telefonbücher durchtelefonieren mussten.

Glücklicherweise wurden sie fündig, und zwar bei Vadim. Nach drei Nachtschichten in Folge und insgesamt nicht mehr als zwei Stunden Schlaf erklärte er sich bereit, bei uns auszuhelfen, und war damit schon vor dem Spiel unabhängig vom Ergebnis unser Spieler des Tages.

Das Spiel selbst begann dann nicht schlecht: Max/Malte hatten vor vier frenetischen Bramscher Auswärtsfans keine Probleme, und Harald/Vadim konnten dem bis dahin ungeschlagenen Bramscher Top-Doppel Rickhaus/Rauch immerhin einen Satz abnehmen. Dann der Auftritt Peter/Friedrich: Die beiden begannen das Spiel so, als hätten sie noch nie zusammen gespielt: Mit 3:11 und 4:11 gingen die beiden Sätze in Rekordtempo an die Kontrahenten. Dann aber fingen sich die beiden, erinnerten sich an ihren letzten gemeinsamen Auftritt bei den niedersächsischen Landesmeisterschaften 1994 (zu diesem Zeitpunkt war der Verfasser dieses Artikels noch lange nicht geboren) und spielten sich in einen kleinen Rausch. Nach 11:3, 11:3 und 11:6 gingen die beiden verdient als Sieger vom Tisch und konnten dem Bramscher Doppel 3 damit die erste Niederlage der laufenden Saison zufügen.

Das erste Einzel des oberen Paarkreuz war dann zwar keine Wohltat für das Auge, aber eine Wohltat für Max‘ Kämpferseele: Nach fünf Sätzen und einem abschließenden 13:11 durfte er sich beglückwünschen lassen. Harald fand dann gegen Stephan Rickhaus nie so richtig ins Spiel, Malte und Peter hatten keine Probleme, Friedrich und Vadim konnten daran leider nicht anschließen und verloren jeweils deutlich. Halbzeitstand: 5:4 für uns.

In den nächsten sechs Einzeln gab es einige knappe Ergebnisse: Harald und Friedrich verloren im fünften Satz, Vadim kämpfte stark und verlor im vierten Satz mit 12:14. Max musste sich auch geschlagen geben, sodass Malte und Peter mit zwei ungefährdeten Siegen nur auf 7:8 stellen konnten. Das Abschlussdoppel musste also entscheiden, ob wir mit leeren Händen nach Hause fahren würden. Gegen Rickhaus/Rauch spielten Max/Malte dann kämpferisch stark und mit ordentlich Selbstvertrauen, Malte traf mal wieder seine Topspins, sodass nach 11:9, 11:9, 6:11 und 11:9 das Endergebnis feststand: Mit dem Unentschieden können beide Mannschaften nicht wirklich zufrieden sein. Insbesondere die Doppel (3:1) und die Mitte (4:0) konnten sich auszeichnen, und so konnte für das nächste spannende Spiel gegen Hesepe Selbstvertrauen gesammelt werden.

Hesepe/Sögeln

Die Begrüßung in Hesepe war mit einem fantastischen kalten Buffet sehr angenehm. Trotzdem waren wir natürlich nicht (nur) gekommen, um zu futtern, sondern hatten uns, mal wieder in kompletter Aufstellung, viel vorgenommen. Unsere Doppelstärke, die wir diese Saison unversehens gefunden haben, ließ uns auch diesmal nicht im Stich: Harald/Max konnten zwar gegen Doppel 1 nicht gewinnen, aber Max/Malte und Peter/Gleb machten dann die 2:1-Führung perfekt. Max/Malte absolvierten dabei ein Peter/Friedrich-Gedächtnisspiel – wie schon die beiden im Spiel gegen Bramsche drehten Max/Malte nach deutlichem 0:2-Rückstand das Spiel, und auch Peter/Gleb hatten zwischenzeitlich Probleme, konnten aber ebenfalls im fünften Satz gewinnen.

Die ersten zwei Einzel gegen die beiden Topspieler von Hesepe gingen dann deutlich verloren. Doch Peter, Malte, Friedrich und Gleb konnten im Anschluss allesamt deutlich gewinnen, sodass wir mit einem 6:3-Polster in die zweite Spielhälfte gehen konnten.

Max, der vor dem Spiel gegen Anette Mausolf noch nicht sehr optimistisch war, zeigte ein fantastisches Spiel mit einer enormen Ausdauer in langen, wunderbaren Ballwechseln und konnte sich ein 3:2 erkämpfen. Und ja, das Wort kämpfen hat hier seine Berechtigung: Szenenapplaus für den Gegner und abgelenkte Zähler am Nachbartisch sind in der 2. Bezirksklasse selten gesehene Gäste. Harald (deutlich) und Malte (knapp) verloren dann noch, bevor Peter und Gleb mit dominanten Auftritten unseren bitter benötigten 9:5-Sieg perfekt machten. Damit ist Peter mit einer fantastischen Bilanz von 8:0 weiterhin ungeschlagen – wir hoffen natürlich, dass sich das in unserem letzten Vorrundenspiel gegen Nortrup am 7.12. nicht ändert.

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