Hier ist……….der neue Ball

Download PDF

Mit großer Spannung wurde der neue Ball erwartet. Endlich ist er da. Hier ist das Objekt der Begierde.

20140720Und wie spielt er sich? Das dürfte die häufigste Frage sein, die aktuell in der TT-Szene gestellt wird. Zahlreiche Blogs und Videos kursieren im Internet. Sie basieren jedoch größtenteils auf Vorserienmodelle. Erstmalig hatten wir jetzt die Gelegenheit, einen zugelassenen Ball von der Firma Joola auszuprobieren. Auffällig ist, dass er keine auffälligen Merkmale hat. Es gibt einen Stempel:-) Der Ball ist mattweiss. Er ist genauso rund (oder manchmal auch nicht) wie die Zelluloidvariante. Die Ausführung der Firma Joola hat auch eine Naht. Nur das kleine Plussymbol hinter der 40 gibt einen Hinweis auf den Plastikball.

Ihm eilt der Ruf voraus, dass er kaputt klingt. Also haben wir als erstes den Hörtest gemacht. Man muss schon sehr genau hinhören, dass der neue Ball einen anderen Klang hat. Im Ballwechsel war kein Unterschied mehr herauszuhören, obwohl wir vorher unsere Ohren gründlich gewaschen hatten. Ist das langweilig:-) Das mag vielleicht der eine oder andere denken. Es gibt aber doch einen Unterschied. Obwohl der gezeigte Ball frisch aus der Verpackung gekommen ist. Er hinterlässt so gut wie keine Abriebspuren auf dem Belag nach den ersten Treffern.

Vielleicht gibt der nächste beobachte Unterschied einen Hinweis auf andere Spieleigenschaften. Die internationalen Tischtennisregeln besagen zur Beschaffenheit der Spielfläche, dass ein zugelassener Ball aus einer Höhe von 30 Zentimeter überall gleichmässig etwas 23 cm hoch aufspringen muss. Also haben wir als nächstes den Falltest gemacht. Und siehe da, auch der neue Ball erreicht dieselbe Höhe wie der Zelluloidball. Glück gehabt. Es müssen nicht neue Tische gekauft werden. Aber worin liegt nun der Unterschied? Der Plastikball bleibt geringfügig schneller auf dem Tisch liegen. Was schließen wir daraus? Die Antwort kommt später…

Aber nun ging es endlich an den Tisch, um ein paar Bälle zu spielen. Einen kleinen Vorgeschmack gab es ja schon. Traditionell ging es mit Vorhand-Kontern los. So sehr wir uns auch bemühten. Ein Unterschied war nicht auszumachen. Beim Topspin sprang der Ball ähnlich wie beim Falltest manchmal flacher von der Spielfläche ab. Aber vielleicht lag es an der Tagesform der Testspieler. Dadurch könnte man jedoch schließen, dass der Ball geringfügig härter ist und nicht ganz so stark deformiert beim Aufprall. In der Summe haben sich jedoch die Erfahrungen mit den Vorserienmodellen nicht bestätigt. Um mit dem letzten Vorurteil aufzuräumen. Auch mit dem neuen Ball kann man richtig viel Schnitt erzeugen. Es ist nicht eine Frage des Balles, sondern zum Glück der angewendeten Technik. Fazit: Gut gemacht, Joola.

Wir sind trotzdem schon auf die anstehenden Staffeltage gespannt. Der TTVN schweigt sich bislang aus, welchen Einfluss die Einführung des neuen Balles auf den Spielbetrieb in unteren Klassen haben wird. Schließlich gibt es den Ball noch nicht in ausreichend großen Stückzahlen. Eine aktuelle Meldung des DTTB belegt dies. Aber zurück zum Spielbetrieb. In den höheren Ligen gibt es Materiallisten. So wollte ursprünglich der TTC matec Frickenhausen als einzige Mannschaft in der 1. Bundesliga der Herren TTBL mit dem alten Ball weiterspielen. Vielleicht hatten sie Angst, dass Butterfly noch nicht liefern kann. Oder sie hatten ein Einsehen mit ihren Spielern und Gegnern und stiegen kurzfristig doch noch auf den Plastikball um. Vielleicht wird es zukünftig auch Materiallisten für alle Mannschaften geben. Es bleibt spannend, zumal die Hersteller noch weiter forschen. Vielleicht ist dieser erste Erfahrungsbericht schon in ein paar Wochen überholt. Wir dürfen auch gespannt sein, ob sich die Bälle unterschiedlicher Hersteller identisch verhalten, obwohl sie auch aus unterschiedlichen Fabriken kommen. Jetzt heißt es aber erst einmal: Ferien!!!

Kommentieren ist nicht möglich.