Saisonabschlussbericht 2011/2012

Download PDF

Saisonabschlussbericht – klingt irgendwie beendend. Wie wäre es, mit der Eurokrise schlusszumachen? Wir stellen die Schuldenuhren der Euroländer einfach auf Null und überlassen den Gläubigern als Ausgleich Naturalien. Die ultimative Lösung ist dies sicherlich nicht, aber ein Grund, eine Tour der anderen Art zu unternehmen.

Unsere Reise durch Europa führt uns zunächst nach Bella Italia. Wir brauchen keinen Stabilitäts- und Wachstumspakt, sondern Menschen wie unsere „prime signore“ (1. Damen). Sie stellten sich nach einigen Jahren erstmalig wieder der Herausforderung, in der Bezirksliga anzutreten. Was mit einer Mischung aus jugendlichem Ehrgeiz und weiblicher Erfahrung möglich ist, lässt sich am hervorragenden 5. Tabellenplatz ablesen. Alle Damen haben es sogar geschafft, in der Rückrunde ihr Spielverhältnis zu verbessern und mindestens ausgeglichen zu gestalten. Bravissimo! Das Land südlich der Alpen ist stolz auf ihre Diven. Wenn man(n) es will, so hat die Mannschaft in Renate Zierath ebenfalls eine Diva. Mit 27:10 gehörte sie zu den Topspielerinnen der Liga.

Die Fahrt geht weiter nach Griechenland. Mit Krisen kennen sich die Griechen besonders gut aus. Der Begriff „Krise“ ist ein aus dem Griechischen stammendes Substantiv zum altgriechischen Verb krínein, welches „trennen“ und „(unter-)scheiden“ bedeutet und eine „schwierige Zeit beschreibt, die den Höhe- und Wendepunkt einer gefährlichen Entwicklung darstellt“ (Duden). Ähnlich lässt sich die Situation bei den 1. Herren beschreiben. Vor der Saison musste man sich ungewollt von zwei Leistungsträgern trennen. Trotzdem entschloss man sich, in der 1. Bezirksklasse zu starten. Schließlich haben andere Vereine ähnliche Probleme, eine adäquate Mannschaft zusammenzubekommen. Ein Unheil kommt aber selten allein. So musste die Mannschaft in dieser Saison größtenteils auf ihre Spitzenspieler Hans-Peter Scharmacher und gegen Ende auch auf Elmar Hauf verzichten. Letzten Endes entschied sportlich das Spiel gegen TSG Burg-Gretesch über direkten Abstieg oder Relegation. In der nächsten Saison wird die 1. Herrenmannschaft in der 2. Bezirksklasse starten und damit hoffentlich den Wendepunkt erreichen.

„Essen wie Gott in Frankreich.“ Treffender kann die Situation der 2. Herren nicht beschrieben werden. Deshalb liegt es nahe, unsere Tour in das westliche Nachbarland fortzusetzen. Erfolgshungrig startete die Mannschaft in die Saison. Und sie genoss, pardon begoss jeden Sieg. Am Ende belegte die „Poller“-Truppe Rang 1, und das ohne Niederlage. Toutes mes félicitations! Ein Blick auf die Bilanzen verrät das Erfolgskonzept. Die geschlossene Mannschaftsleistung zeigt wieder einmal, was mit Teamgeist erreichbar ist. Den Aufstieg in die 2. Bezirksklasse wird die Mannschaft nicht wahrnehmen. Dafür war das Essen nach den Spielen zu göttlich.

Weiter geht es in Richtung Osten. Tradition ist ein weiterer stabilisierender Faktor im weltlichen Gesellschaftsleben. Deshalb ist es wichtig, sie zu pflegen und in der Gemeinschaft zu fördern. Wir kommen zur 3. Herren. Die Mannschaft von Igor Rosenblum ist eine Mannschaft mit zwei Gesichtern, ohne zwei Gesichter zu haben. Die russische Seele spiegelt sich in den erzielten Spielverhältnissen wider. In der Summe sprang ein respektabler Platz 5 in der 1. Kreisklasse heraus. Die Rückserie hat verdeutlicht, dass auch andere Kollektiven vorstellbar sind. Es lebe die Vielfältigkeit im Vereinsleben.

Zurück in Deutschland kommen wir nun zur 4. Herren. Was haben die Spieler und die deutschen Unternehmer gemeinsam? Ihre Bilanzen sind top. Gerade einmal sechs Einzel und zwei Doppel gingen in der gesamten Saison verloren. Diese Leistung nimmt sicherlich einen besonderen Platz in der Vereinsgeschichte ein, genauso wie das zweite Highlight in der Saison. Es sind uneingeschränkt die ausgetragenen Mini-Meisterschaften, einmal als Orts- und einmal als Kreisentscheid. Besonders erfreulich ist die darauf folgende Entwicklung im Nachwuchsbereich. Besonderen Dank gilt unseren Coaches Frauke Bruns und Vadim Ikhilman. Sie bieten dienstags ein kindgerechtes Training an, das den Kids die Möglichkeit gibt, ihre koordinativen und sozialen Fähigkeiten zu entwickeln. Macht weiter so!

Abschließend möchten wir zwei Menschen danken, die im Laufe der Saison von uns gegangen sind: Toni Bartolcic und Peter Scharmacher. Beide Namen sind sehr eng mit der lila-weißen Tischtennisabteilung verbunden. Wir sagen Danke für ihren unermütlichen Einsatz, den Tischtennissport nicht nur beim VfL, sondern in ganz Osnabrück weiterzuentwickeln. Sie haben ganze Generationen sowohl sportlich als auch menschlich geprägt. Wir werden euch nie vergessen und versuchen, euer Lebenswerk in Ehren zu halten und dafür zu sorgen, dass es noch viele Jahre weiterbesteht.

Kommentieren ist nicht möglich.