1. Herren gewinnt Relegation zur Bezirksliga.

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Spannung und Dramatik pur. Viel besser hätte das Drehbuch nicht sein können. Nur das Wetter wollte nicht mitspielen: sonnige 25 Grad Celsius im Schatten. Schweiß pur. Trotzdem war die Halle sehr gut besucht.

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Während die Gäste aus Schüttorf mit dem „Taxi“ nach Bawinkel angereist sind, hat uns das Blumenhaus Niemann mit einem Van gesponsert. Diese sechs Spieler haben sich entschlossen, die Relegation als schönen Saisonabschluss zu genießen: Michael Franck, Andy Schubert, Elmar Hauf, Harald Niemann, Uwe Weng und Toni Bartolcic (Ersatz für Hans-Peter Scharmacher).

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Schließlich stand bereits im Vorfeld fest, dass die 1. Herren in der kommenden Saison ein neues Gesicht haben wird. Nach diesem Tag verstehen die Sportkameraden nicht mehr, warum die Relegation unter Gleichgesinnten so unbeliebt ist. Neben dem sportlichen Aspekt hat die Veranstaltung doch einen hohen Unterhaltungswert. Für den Verein der Leidensübungen war es nach Kenntnis des Autors die erste Begegnung mit (männlichen) Sportkameraden aus Bawinkel und Schüttorf. Davon waren wir zumindest auf der Fahrt dorthin ausgegangen. In Bawinkel angekommen musste Turnierbummler Uwe seine Einschätzung revidieren. Auch wenn es in manchen Fällen schon ein paar Jahre her ist, so kam ihm doch das eine oder andere Gesicht sehr bekannt vor.
Als „unterklassiger“ Verein machte unser Kapitän Harald Niemann direkt in seiner Ansprache zum ersten Spiel gegen Schüttorf deutlich, dass der Besuch in Bawinkel eher kurzweilig sein wird. Da merkte man schon, wie unerfahren Lila-Weiß in Sachen Relegation ist. Oder ahnte Harald schon, wie schnell das erste Spiel gegen Schüttorf verlaufen sollte? Alle drei Doppel (u.a. mit den japanischen Spaß-Kämpfern „Schnitti“ Elmar und „Spinni“ Toni) gingen an Lila-Weiß. Und auch in den Einzeln ließen die Spieler aus der Stadt nichts anbrennen, so dass das Spiel mi 9:2 gewonnen wurde. Die erste Sensation war aus unserer Sicht perfekt!

Niemand dachte daran, dass dieser tolle Erfolg noch zu toppen ist. Die Sportkameraden von Bawinkel schätzten die Situation offensichtlich anders ein und spielten sich hochkonzentriert vor dem letzten Spiel der Relegation ein. Oder mussten sie erst einmal ein paar Kalorien vom vorbildlichen Catering abspielen? Zumindest verliefen die ersten beiden Doppel wie erwartet: 1 für Bawinkel, 1 für den VfL (Michael und Andy). Das dritte Eingangsdoppel schien zunächst verlorenzugehen. Aber Harald und Uwe ließen sich vom 0:2 Satzrückstand nicht aus der Ruhe bringen. Harald stellte sich taktisch um und brachte Uwe immer mehr in Szene. Somit konnte das Doppel doch noch gewonnen werden. Diese Führung sollte lange Bestand haben. Dafür trug vor allem unser oberes Paarkreuz bei. Dies ist keine Selbstverständlichkeit gewesen. Bezirksliga oben zu spielen, heißt schon etwas. Umso erfreuter waren wir, dass Andy gerade in seinem zweiten Einzel dem Gegner Paroli bieten konnte und mit einer sensationellen Leistung für einen wichtigen Punkt sorgte. Kurzum das Abschlussdoppel musste darüber entscheiden, welche Mannschaft die Relegation gewinnt.

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Einmal mehr demonstrierten Andy und Michael, warum sie in der Saison ungeschlagen blieben. Dieses Mal sorgte Michael dafür, dass Andy zur Hochform auflief und die Bälle serienweise einlochte. Und wenn es mal vom Spielstand her kritisch werden konnte, zeigte Michael dem Publikum, welche Bälle spielbar sind. Hallucinant!

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Folgerichtig gewannen sie das Abschlussdoppel und holten den nie geglaubten Punkt und damit den Gewinn der Relegaton, da Lila-Weiß höher gegen Schüttorf gewonnen hatte als Bawinkel. Aber wie viel ist dieser Sieg wert? Sportlich gesehen wird man es spätestens am 31. Mai wissen, wenn die Wechselfrist erreicht ist. Ohne personelle Verstärkung wird der Aufstieg zu einer wahren „Mission impossible“. Für die sechs VfLer war es aber schon jetzt ein sehr schöner, siegreicher und unterhaltsamer Tag, der erst um Mitternacht in Osnabrück endete.

P.S. Es gibt noch einen weiteren Sieger: die Telefongesellschaften:-)

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