1. Herren gleicht einem Lazarett.

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Einen herben Rückschlag mussten die Männer um Kapitän Hans-Peter Scharmacher an diesem Wochenende im Kampf um den begehrten 2. Tabellenplatz hinnehmen, der die Teilnahme an den Relegationsspielen Anfang Mai bedeuten würde. Erneut stellte sich in dieser Woche heraus, dass Fußballer gefährlich leben. Nicht nur im Profisport klagen die Vereine über zahlreiche Verletzte, sondern auch unser Andreas Schubert hat es jetzt erwischt. Ferner konnte unser Mannschaftsführer nicht auf Rainer Schmölders zurückgreifen, so dass das untere Paarkreuz komplett neu formiert werden musste. Aber unsere 2. Mannschaft ist Verlass und stellte uns Toni Bartolcic und Christian Simon zur Verfügung. Während Christian in der jüngsten Vergangenheit immer wieder in der Ersten zum Einsatz gekommen ist, war es für Toni seit längerer Zeit eine neue Erfahrung. Aber damit noch nicht genug. Auch unser Spitzenspieler Michael Franck war nicht im Vollbesitz seiner Kräfte.

Bei zwei Ausfällen war es kaum vermeidbar, dass die Doppel neu sortiert werden mussten. Michael und Hans-Peter bildeten das Doppel 1 und trafen auf ein ungewöhnliches Doppel 2 des TSV Riemsloh. Es war insofern ungewöhnlich, weil sich in dem Doppel mit Björn Wolski die Nummer 1 wiederfand. Es muss schon über zehn Jahre her sein, dass Harald Niemann und Uwe Weng eine Doppelpaarung bildeten. Sie stellten bei Lila-Weiß das Doppel 2 und schlugen sich gar nicht so schlecht wie das Ergebnis aussagt. Auch das Doppel 3 mit Toni und Christian hatte durchaus seine Chancen. In der Endsumme stand es nach den Eingangsdoppeln bereits 0:3.

In den nachfolgenden Einzeln sah es zunächst auch nicht viel besser aus. Michael „La francais“ lag schnell mit 0:2 Sätzen hinten, konnte das Spiel aber noch drehen. Hans-Peter brauchte einen Satz, bis er sich auf Spielsystem und Material des Gegners eingestellt hatte. In der Endabrechnung reichte es dann leider doch nicht (2:3). Ein Novum gab es im Spiel von Sportkamerad Uwe Weng. Während er in den Spielen zuvor eher Vorsprünge vergab, zeigte er dieses Mal, dass es auch anders geht. Die Sätze 1 und 4 holte er sich noch, obwohl er jeweils mit 2:6 schon im Hintertreffen war. Seine gezeigte Leistung kann ihn hoffnungsvoll für die Rückrunde stimmen, wenn er im unteren Paarkreuz auf Punktejagd gehen wird. Überholen wird ihn auf jedem Fall Harald Niemann, der auch in diesem Spiel für einen Einzelerfolg sorgte. Nach dem Spiel war sein Kommentar: „Mein Gegner war mir auf den Leib geschnitten.“ Mit seiner bisherigen Bilanz von 8:2 scheint ihm die 1. Bezirksklasse in dieser Saison wie ein Maßanzug zu passen. Toni und Christian absolvieren zur Zeit ein Mammutprogramm. Am Tag zuvor standen sie noch um 22:30 Uhr für die 2. Herren am Tisch. Keine 24 Stunden später zeigten sie eine ansprechende Leistung gegen den TSV. Vorallem Toni zeigte phasenweise tolles Tischtennis gegen Jens Krämer. Christian hatte da schon mehr Probleme mit den extremen Schnittbällen seines Gegners, die kaum noch vom Tisch absprangen.

Im zweiten Durchgang signalisierte Michael sehr schnell, dass er an diesem Tag seine Gesundheit schonen wollte. Bei diesem Spielstand ist es mehr als verständlich. Spannend war es dagegen am anderen Tisch. Mit 13:15 im fünften Satz endete das Spiel von Hans-Peter denkbar knapp. Mit seiner Niederlage war dann auch das Spiel vorbei. TSV Riemsloh gewann auch in dieser Höhe verdient mit 9:2.

Während viele Mannschaften schon in die Winterpause gegangen sind, darf die 1. Herren noch zweimal am kommenden Wochenende aufschlagen. Am Samstag geht es zur Spvg. Niedermak, am Sonntag nach Schledehausen. Die begrenzte Anzahl der verfügbaren Termine unserer Gegner ließen keinen anderen Spielplan zu. Es wird Zeit, dass auch im TTVN die Spieltage vorgegeben werden, damit gleiche Bedingungen für alle Mannschaften gelten.

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