Lila-weißes Wochenende in Osnabrück

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Der 09.05.10 wird in die Geschichte des VfL Osnabrück eingehen. Zum ersten Mal musste eine Mannschaft der Tischtennisabteilung nach der aktuellen Wettspielordnung in die Relegation. Der 2. Herren wurde zugleich die Ehre zuteil, den Piesberger SV und die 2. Mannschaft der Spvg. Fürstenau in der Turnhalle der Teutoburger Schule begrüßen zu dürfen. So bekam unserem Ausweichquartier dann doch noch ein besonderes Stellungsmerkmal, bevor es wieder an die Hackländerstraße zurück gehen. Für Speis und Trank war ausreichend gesorgt. Das war auch gut so. Es sollte nicht nur ein langer Nachmittag, sondern auch ein spannender Abend werden. Den Anfang durften unsere sieben Protagonisten machen gegen den Kreisligazweiten vom Piesberg.

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ufgrund einer noch nicht ganz verheilten Verletzung vertrat VfL-Urgestein Friedel Holtgrewe den jungen „Hüpfer“ Aaron Dierks im Doppel. Aber auch sonst kann es nicht verkehrt sein, mit sieben Spielern in die Relegationsspiele zu gehen. An einem solchen Tag mit zwei Spielen kann viel passieren.

Wenn man auf langjährige Weggefährten stösst, kann man keine Überraschungen bei den Spielergebnissen erwarten. „Pye“ musste an dem Tag leider auf den ungeschlagenen Günther Bodi verzichten. Sein Urlaub steht stellvertretend für viele Spieler, die Anfang Mai eine Auszeit nehmen wollen. Ansonsten wäre es ein noch größeres Stück Arbeit für die Männer unseres Kapitäns Ralf Wöstmann geworden. Aber so rang man die Piesberger Mannschaft mit 9:6 nieder. Bereits in diesem Spiel demonstrierten zwei Spieler ihre Klasse: Stefan Brockmann vom Gast und unser Christian Simon. Sie sollten an diesem Tag nicht nur alle Einzel gewinnen, sondern auch dabei keinen Satz abgeben. Chapeau!
Für unsere Jungs begann nach dem tollen, dreistündigen Kampf das lange Warten. Zeit genug, um sich an dem reichhaltigen Buffet zu stärken, sich auszuruhen, mit anderen Sachen zu beschäftigen und gute Gespräche mit den zahlreichen Anwesenden zu führen.

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Ja, man kann von einem „Social Event“ reden. Junge und junggebliebene, gesunde und schmerzgeplagte Zuschauer sind aus nah und fern gekommen, um nicht nur die Spieler anzufeuern, sondern sich auch mit den Anwesenden auszutauschen. Natürlich konnten sich die Anwesenden dem Fußballfieber nicht ganz entziehen. Lila-weiß ist wieder zweitklassig. Herzlichen Glückwunsch an unsere Fußballer. Das vorhandene technische Equipment bot Fans und Spielern die Möglichkeit, die Fußballspiele der 1. Bundesliga zu verfolgen.

Das zweite Spiel an dem Tag zwischen dem Piesberger SV und der Spvg. Fürstenau sollte ebenfalls ein Krimi werden. Dabei sah es lange danach aus, dass die Großstädter für eine Überraschung sorgen können, zumal Fürstenau auf ihre Nummer 1 verzichten musste. Am Ende stand dann aber ein 9:7 Sieg für Fürstenau auf dem Spielbogen. Zu dem Zeitpunkt zeigte die Uhr bereits 19:30. Da nicht jeder Spieler Vollprofi ist, mussten einige Muskeln erst wieder reaktiviert werden. Nach einer kurzen Pause ging es dann auch los, leider mit einem klassischen Fehlstart für Lila-weiß. Mit 1:4 startete unsere 2. Herren in das Spiel um den Sieg der Relegation. Vielleicht war die Niederlage des Doppel 1 bereits die Ursache für die spätere Niederlage. So liefen die VfLer immer einem Rückstand hinterher. So manchem Spieler waren auch die Uhrzeit und die Strapazen an diesem Nachmittag anzumerken. Am Ende gratulierte unsere 2. Herren den Fürstenauer zu ihrem 9:6 Erfolg.

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Trotz der Niederlage, die nach aktuellem Kenntnisstand weiterhin die Option offen lässt, auch nächste Saison in der 2. Bezirksklasse aufzuschlagen, muss man der Mannschaft ein großes Kompliment machen. Sie waren nicht nur hervorragende Gastgeber, sondern auch faire Sportsleute. Sie trugen diese Relegation aus, obwohl es noch völlig offen ist, ob die Mannschaft in dieser oder ähnlicher Form noch bestehen bleibt. Aber noch sind einige Tage bis zur Wechselfrist.

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