Andreas Schubert und Uwe Weng gewinnen in Schledehausen.

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Das Turnier „Goldenen Schläger“ in der Waldsporthalle zu Schledehausen stellt seit mittlerweile 35 Jahren eine hervorragende Gelegenheit dar, um nicht nur dem Weihnachtsspeck den Kampf anzusagen, sondern sich auch mit Sportkameraden aus Stadt und Land zu messen. Das Turnier hat sich aber auch als „Social Event“ in der Tischtennisszene etabliert, so dass auch viele Sportler anreisen, die nicht an den Start gehen, sondern sich einfach mit anderen Sportfreunden austauschen wollen. Gleich mit sechs Spielern sowie kleinen und großen Zuschauern war der VfL angereist, um die Form in den Herrenkonkurrenzen C und E zu testen. In Herren E traten Martin Poller und Karsten Lytze an die „Platte“. Beide überstanden mit jeweils zwei Siegen und einer Niederlage erfolgreich die Gruppenphase. Für einige Zuschauer galt Martin sogar als Geheimfavorit. Schließlich hatte er eine hervorragende Hinrunde gespielt. An diesem Tag war leider im Viertelfinale Endstation. Eine ungünstige Auslosung verhinderte ein besseres Ergebnis. Er verlor seine Einzel in der Gruppe und im Viertelfinale gegen die späteren Finalisten. Karsten schied eine Runde vorher aus. Im Doppel unterlagen sie unglücklich im fünften Satz gegen eine Paarung aus Nordrhein-Westfalen.

Auch die Herren-C-Konkurrenz war hochkarätig besetzt. Sowohl viele Spieler aus dem oberen Paarkreuz der 1. BK waren anwesend als auch frühere und mit viel Erfahrung ausgestattete Spitzenspieler gingen an den Start. Kutz Wolf von Gretesch, Hubert Hawighorst von Belm, Dieter Imbrock und Martin Draxler von Oldendorf seien stellvertretend genannt. Nach dem OSC trat der VfL mit der personell zweitstärksten Fraktion aus dem Stadtgebiet an. Gleich vier Spieler vertraten die lila-weißen Farben. Aus der zweiten Mannschaft waren Ralf Wöstmann und Markus Wernsing angereist. Andreas Schubert und Uwe Weng vertraten die 1. Herrenmannschaft. Überaus erfreulich war das Gesamtergebnis. Alle Spieler überstanden die Vorrunde. Dabei wurden Spieler wie Martin Draxler (von Ralf), Olaf Klamer (von Uwe) und Dieter Imbrock (von Markus) geschlagen. Das Highlight an diesem Tag sollte aus lila-weißer Sicht aber das Doppel Schubert/Weng werden. Sie standen zum ersten Mal gemeisam am Tisch. Zunächst betrachteten sie die Konkurrenz als eine gute Gelegenheit, diese neue Doppelkombination im Hinblick auf die Rückrunde auszuprobieren. Es hat auch einen Satz gebraucht, bis sie sich aufeinander abgestimmt haben. Viele kurze Absprachen zwischen den Ballwechseln und Sätzen halfen ihnen, die Taktik immer mehr zu verfeinern. Vor dem Viertelfinale rief Andreas die neue Marschrichtung „Finale“ aus. Um es vorweg zu nehmen, es sollte so kommen. Im Viertelfinale schalteten sie zunächst die unangenehm zu spielende Schledehausener Kombination Fenske/Wagner aus. Das Halbfinale mussten dann die Wissinger Nintemann und Hagedorn zusehen, wie sie taktisch zerlegt wurden. Andreas und Uwe schafften es mit ihrem attraktiven Spiel auch zunehmend das Publikum auf ihre Seite zu ziehen. So kam es dann im Finale zum Showdown zwischen den Beiden und der Kombination Klamer/Stupica. Im Finale machte sich dann bezahlt, dass Uwe bereits im Einzel das „Vergnügen“ hatte, gegen den Oldendorfer Olaf Klamer zu spielen. Andreas sorgte dann dafür, dass über die gesamte Spielzeit die abgesprochene Linie beibehalten wurde. Am Ende stand dann ein hartumkämpfter 5-Satz-Erfolg und ein rockendes Publikum, das den Erfolg mit viel Applaus gebührend mitfeierte. Gratulation an Andreas und Uwe zu diesem tollen Erfolg. Dieser Sieg kann die 1. Herren auch zuversichtlich stimmen, mit drei starken Doppeln in die Rückserie zu gehen.

Die Doppelkonkurrenz hinterließ aber einige Spuren. Die Waden und die Schulter des Schlagarms schmerzten. Trotzdem kämpften Andreas und Uwe immer weiter. So gelang es Andreas auch im Einzel, Olaf Klamer mit 3:1 in den Sätzen zu schlagen. Das hat es vermutlich noch nie gegeben, dass dieser sympathische aber überaus unangenehm zu spielende Sportkamerad drei Mal an einem Tag von VfLern besiegt werden konnte. In der nächsten Runde wartete dann Markus Frankenberg von OSC auf Andreas. Die „Ballmaschine“ Frankenberg verteilte die Bälle kontinuierlich in die Vor- und Rückhandecke, so dass Andreas sehr viel Laufen musste. Am Ende reichte es dann nicht. Andreas verlor knapp in fünf Sätzen. Uwe hatte die vermeintlich leichtere Auslosung in der Hauptrunde. Zunächst wartete Ernst-Werner Heinicke vom SC Schölerberg auf ihn. Nur im ersten Satz, den Uwe auch ein wenig als Verschnaufspause nutzte (fünf Minuten nach dem Doppelsieg), konnte Heinicke ihm Paroli bieten. Doch dann legte Uwe einen Zahn zu und gewann glatt in drei Sätzen. Uwe bewegte sich an diesem Tag erstaunlich gut. Auch mental hinterließ er einen besseren Eindruck als in so manchem Punktpsiel der Hinrunde. Vielleicht lag es einfach an der gutgeheizten Halle oder an dem Training zwischen den Feiertagen mit Lars Lorenz, der ihm viele Tipps geben konnte. Im Viertelfinale war allerdings Schluß. Er verlor gegen den unscheinbar aufspielenden Blockkünstler Tino Kramm von TSV Riemsloh. Kramm schaltete zuvor Stupica aus, der in der Runde zuvor Ralf besiegen konnte.

Das Fazit kann nur lauten: Es hat Spaß gemacht, wieder an dem „Goldenen Schläger“ von Scheledehausen teilzunehmen. Ein großes Kompliment geht an dieser Stelle auch an den Ausrichter für die perfekte Organisation. 35 Jahre Erfahrung zahlen sich eben aus.

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