1. Herren unterliegt OSC mit 4:9.

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Mit großem Optimismus ist die 1. Herrenmannschaft zum gestrigen Auswärtsspiel in die OSC-Halle gefahren. Er war nicht ganz unberechtigt, da sich OSC am Tag zuvor eine Packung bei Aufstiegsfavorit Dissen abgeholt hatte. Es sollte aber anders kommen als gedacht. Die Sportkameraden um Mannschaftsführer Thomas Levien waren bis in die Haarspitzen motiviert und auf Wiedergutmachung aus. Die großartige Kulisse mit vielen bekannten Gesichtern hat sicherlich für einen zusätlichen Motivationsschub gesorgt. Unsere 1. Herren schöpfte aus dem gigantischen Umfeld kein zusätzliches Adrenalin; ganz im Gegenteil. Hans-Peter Scharmacher und Uwe Weng wirkten in ihrem Doppel überhastet und produzierten permanent einfache Fehler gegen die „Ballverteilmaschine“ Markus Frankenberg. So ging das erste Doppel glatt an die Gastgeber. Am Nachbartisch harmonierten Michael Franck und Andreas Schubert deutlich abgeklärter und gewannen ihrerseits das Doppel souverän. Im dritten Doppel durfte Markus Wernsing in dieser Saison seinen fünften Doppelpartner im sechsten Spiel begrüßen. Erneut war Maik Wellenbrock verhindert. Toni Bartolcic half an diesem Tag aus, obwohl er nur wenige Stunden zuvor noch für seine Mannschaft am Tisch stand. Auf die 2. Herren ist eben Verlass. Auch wenn das Doppel 0:3 wegging, so verdeutlichen die Satzergebnisse, dass deutlich mehr drin war. Schade.

Nun musste Hans-Peter zum ersten Einzel an den Tisch. Sein Spiel gegen Markus Frankenberg konnte „als Fortsetzung des Doppels“ charakterisiert werden. Nach eigener Aussage fand Hans-Peter zu keinem Zeitpunkt die Bindung zum Spiel. So sollte es auch im zweiten Spiel gegen Thomas Levien sein. Ganz anders trat unser Spitzenspieler Michael Franck auf. Er gewann sein erstes Einzel gegen Levien nicht nur souverän, sondern demonstrierte den Zuschauern wie schnittempfindlich doch kurze Noppen sein können. Höhepunkt der Begegnung sollte aber das Spiel zwischen „La Francais“ und Markus Frankenberg werden. Mit vielen taktischen Raffinessen agierten beide Spieler. Frankenberg konnte die Sätze bis zum 8:8 stets offen halten. Doch dann griff Michael in die Trickkiste und zelebrierte Tischtennissport.

Das mittlere Paarkreuz mit Uwe Weng und Andreas Schubert hatte an diesem Tag einen schweren Stand. Während Andreas sein erstes Einzel gegen Michael Hüls mit einer sehr guten und wie gewohnt kämpferischen Leistung noch gewann, musste Uwe eine nicht unbedingt erwartete Niederlage gegen Mirko Kretschmer einstecken. Bei diesem Einzel zeigte sich die momentane Schwäche von Uwe. Bei den kurzen Sätzen reichen 2-3 leichte Fehler, um den Satz oder das ganze Spiel zu verlieren. Dabei kamen die Zuschauer durchaus auf ihre „Kosten“. Nach dem Spiel gegen Hüls, welches einen ähnlichen Verlauf nahm, attestierten ihm sowohl die eigenen Sportkameraden als auch die langjährigen Wegbegleiter des Gastgebers eine gute Leistung. Am Spielende stand jedoch wie (zu) oft in dieser Saison eine Niederlage. Eine Niederlage musste auch Andreas gegen einen blockstarken Kretschmer einstecken und besiegelte somit die 4:9 Niederlage des VfL.

Nicht unerwähnt soll das Abschneiden des unteren Paarkreuzes bleiben. Markus spielte phasenweise seine besten Bälle der Saison. Es fehlte jedoch an Konstanz, um einen weiteren Einzelerfolg auf sein Konto verbuchen zu können. Aus diesen Bälle sollte er aber den Mut schöpfen für das nächste Spiel. Toni konnte dem Youngster Lauenstein nur im ersten Satz Paroli bieten. Danach übernahm Lauenstein das Kommando und spielte seine Schnelligkeit aus.

Nach diesem Spieltag liegt die 1. Herrenmannschaft wieder auf einem Abstiegsplatz. Um diesen Umstand zu ändern, muss gegen die direkten Konkurrenten in den kommenden Spielen gepunktet werden. Gleich am nächsten Wochenende warten zwei Heimspiele gegen Wallenhorst (Sa, 16 Uhr) und Gretesch (So, 14 Uhr). Das Wochenende drauf folgt das dritte Heimspiel in Folge gegen Buer. Auf dem ersten Blick scheinen alle Gegner machbare Aufgaben zu sein. Trotzdem werden die Spiele keine Selbstläufer werden. „Man kennt sich“ aus alten Zeiten viel zu gut. Die Tagesform und vor allem der Kopf werden spielentscheidend sein. Die zahlreichen Fans werden auf jedem Fall hinter dieser sympathischen Mannschaft stehen und die Spieler anfeuern, auch wenn mal ein Ball daneben geht.

20091108

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