Saisonabschlussbericht 2008/2009

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Der „Verein für Lebensraum“ bietet viel Platz für jung und alt. Besonders erfreulich ist die Entwicklung der weiblichen Population. Mit dieser Gruppe von Erdbewohnern soll dieser letzter Bericht kurz vor dem Saisonende starten. Sie besteht aus weit mehr Spielerinnen als die Aufstellung der 1. Damenmannschaft vermuten lässt. Der Trainingstag am Dienstag avanciert mittlerweile zum „Girls Day“. Über diese positive Entwicklung freuen wir uns sehr und verdeutlicht, dass sich die Geschlechterverteilung der realen Welt auch auf die Welt des Tischtennissports übertragen lässt. Auch Parallelen zur Altersstruktur sind erkennbar. Unsere „Grete“ (75 Jahre alt) kam in dieser Saison genauso zum Einsatz wie Anna Junkermann (18). Irgendwo dazwischen liegt der Altersschwerpunkt. Er wird gebildet von unseren langjährigen und vereinstreuen Leistungsträgerinnen Birgit Wibbeler, Petra Bolduin, Renate Zierath und Annette Avermann. Insgesamt sprang ein 5. Platz in der Bezirksklasse heraus. Gratulation.

Die negativen Seiten der Evolution und Entstehungsgeschichte musste die 1. Herren erfahren. Dabei war die „Geburt“ sehr vielversprechend. Nach dem Aufstieg in die Bezirksoberliga holten die Männer um Hans-Peter Scharmacher Punkt für Punkt. Nur ein Spieler zeigte Schwächen und zog am Ende der Hinrunde persönliche Konsequenzen. Dieses (natürliche) Ausscheiden sollte die männliche Bevölkerung die ganze Rückrunde beschäftigen. Nur ein Spieler zeigte seine ganze Stärke: Anton Manalaki. Seine Bilanz ist makellos. Gratulation zu dieser tollen Leistung. In diesem Punkt hinkt der Vergleich zur Natur. Anton wiederholte nämlich dieses Ereignis/Ergebnis beim Bundesfinale in Berlin. Wie ausführlich berichtet hat er zusammen mit Uli Kersenfischer und Marc Heinemeyer lila-weiße Geschichte geschrieben. Das hervorragende Abschneiden bei den Deutschen Pokalmeisterschaften für Verbandsklassen der Damen und Herren kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Entwicklung der 1. Herrenmannschaft alles andere als postiv ist. Nur Dank des mehrfachen Einsatzes von Yajwinder Saini (viele Grüsse nach Freiburg!!!) konnte die Mannschaft lange Zeit ihre Sollstärke halten. Am Ende sprang ein beachtlicher vierter Tabellenplatz heraus. Der natürliche Selektionsprozess setzte sich dann nach dem letzten Punktspiel leider fort. Die Population VfL hat fast seine komplette „Elite“ verloren. Nur der Genfluss (Wanderung von Individuen zwischen Populationen) hat dafür gesorgt, dass die Mannschaft überlebt hat und in der nächsten Saison an den Start gehen wird. Es wird eine Mannschaft aus alten und erfreulicherweise auch neuen Gesichtern sein. Möge das VfL-Gen an die neuen Spielern vererbt worden sein. Bei einem Spieler kann man sich sicher sein: Sportkamerad Uwe Weng kehrt nach einem dreijährigen Ausflug in die Rheinwelt zurück nach Osnabrück. Dem Zufall ist es zu verdanken, dass dieser Wechsel noch rechtzeitig zustande gekommen ist. Wir dürfen gespannt sein, wie sich die Mannschaft weiter entwickeln wird.

Wie so oft pflanzen sich Probleme fort und verändern ihr Erscheinungsbild nur geringfügig. Die Auswirkungen der Vorkommnisse in der 1. Herren auf die 2. Herren konnten nur durch die Doppelbelastung des Sportkameraden Marc Heinemeyer gering gehalten werden. Danke Marc dafür, dass Du Dich in den Dienst der Abteilung gestellt hast. Mit einem Spielverhältnis von 12:2 hat er massgeblich zum Klassenerhalt beigetragen. Die Mannschaft von Harald Niemann, der mit 13:3 im mittleren Paarkreuz ebenfalls eine erwähnenswerte Leistung zeigte, belegte in der Schlussabrechnung den siebenten Platz in der 2. Bezirksklasse. Aber auch vor dieser Mannschaft macht die Evolution keinen Halt. Wir können aus aktueller Sicht nur hoffen, dass Harald wie gewohnt die richtigen Worte findet und sein Volk bei Laune hält.

Gute Laune ist stets in der 3. Herrenmannschaft anzutreffen. Sie schweisst zusammen und macht das Tischtennisleben erträglich, auch wenn es Mal nicht ganz so gut läuft. Diese Erfahrung musste in der Rückserie ausgerechnet der „König“ der Population „3. Herren“ erleben. Sportkamerad Stefan Kemper ging nur einmal als Sieger von der grünen Wiese (Tisch). Es war ausgerechnet eine Begegnung aus dem selben Lebensraum VfL (Karsten Lytze). Trotzdem konnte die Mannschaft die Klasse halten. Dies ist umso erstaunlicher, wenn man sich auch noch die Doppelbilanz anschaut: 6:18. Es kommt halt auf die wichtigen Momente im Leben an…

Der natürliche Selektionsprozess trifft immer die Schwächsten. Dabei kämpfte die 4. Herrenmannschaft bis kurz vor Schluss. Es sah sogar danach aus, als würde man die rote Laterne noch abgeben können. Die personellen Probleme in der 1. Herren führten jedoch dazu, dass die beiden letzten und zugleich entscheidenden Spiele kampflos abgegeben werden mussten. Solche Momente möchte man im Tischtennisuniversum nicht erleben. Wir möchten uns an dieser Stelle bei den betroffenen Vereinen noch einmal entschuldigen. Es ist oben schon mehrfach angeklungen. Die natürliche Auslese hat die männliche Population VfL dezemiert. Deshalb war das Spiel am 26.03.09 das letzte der 4. Herren. Wir bedauern diese Entwicklung sehr.

Es kommt nicht häufig vor, dass ein Tischtennisvolk umziehen muss, und das auch noch gleich zwei Mal innerhalb von wenigen Monaten. Aber unsere „Wiege“ Turnhalle der Backhausschule wird abgerissen. Eine neue Halle am selben Ort soll den neuen Lebensraum für die Tischtennisabteilung der VfL bilden. Möge er ein fruchtbarer Boden für die angestrebte Fortpflanzung werden.

Wir wünschen allen Erdbewohnern eine erholsame wettkampffreie Zeit. Unter der Rubrik „Mannschaften“ sind mittlerweile die Bilanzen verewigt worden.

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