VfL on tour: Besuch der German Open in Bremen

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Wohin muss man hinfahren, um guten Tischtennissport zu sehen? Nachdem die ehrwürdige Arena der Backhausschule bald ausgedient hat, bleibt nur noch der AWD Dome in Bremen übrig. Dorthin hat es am vergangenen Samstag zehn VfLer verschlagen. Sie sollten nicht enttäuscht werden. Um 7:38 Uhr ging es bereits von Gleis 4 los. Im Nachgang kann man nicht mehr sagen, ob jeder Mitreisende es mitbekommen hat. So manche Augen waren noch nicht ganz auf. Kein Wunder, Sportkamerad Uwe Weng hat nur wenige Stunden vorher gegen Borussia Düsseldorf am Tisch gestanden. Timo Boll war leider nicht sein Gegner. Schließlich musste er in Bremen spielen. Los ging es mit den Youngsters. Das Spiel von Ruwen Filus war wirklich sehenswert, zumal einige VfLer das Material lieben. Jetzt wissen sie, wie man damit spielt. Die logische Folge war, dass die Stände der Produkthersteller anschließend gestürmt wurden. So manches Schnäppchen konnte gemacht werden. Schnell wurde bemerkt, dass der VfL nicht die einzige Delegation aus dem Osnabrücker Land war. Da zeigt sich wieder, dass Osnabrück und Umgebung nach wie vor eine tischtennisbegeisterte Region sind. Nach dem ersten Kaffee waren auch die letzten Sportkameraden ansprechbar. Nach den Herren kamen nun die Damen an den Tisch. Die ganze Routine konnte dann Elke Schall mit ihrer Partnerin Wu Jiaduo gegen die Quietscheentchen aus Asien ausspielen. Das Publikum machte sich zum ersten Mal lautstark in der Halle bemerkbar. Von nun an ging es Schlag auf Schlag. Den besten Schlag übte der Österreicher Chen Weixing an dem Tag. Um das Netz schmetterte er den Ball auf die gegnerische Tischhälfte. Wahnsinn! Wir sollten diesen Spieler noch einmal sehen, genauso auch „unser“ Timo. Um es gleich zu sagen. Er wurde nicht wirklich gefordert an diesem Tag. Vielleicht war es auch ganz gut so. Er machte einen erschöpften Eindruck. Trotzdem demonstrierte er Tischtenniskunst am Tisch. Eine taktische Meisterleistung lieferte er am späten Nachmittag gegen eben diesen Chen Weixing ab. Aber auch Christian Süss zeigte eine gute Leistung an diesem Tag. Wie so oft zeigte sich aber, dass die Top 10 der Weltrangliste doch in einer anderen Liga spielt. Wladimir Samsonov schickte ihn das eine oder andere Mal zum Bälleholen. Das letzte Doppel an diesem Tag von Timo und Christian wurde nicht mehr abgewartet. Die Eindrücke waren so überwältigend, dass sich einige VfLer erst einmal regenerieren müssen. Da war es auch nicht tragisch, dass die Rückfahrt im Stehen verbracht wurde. Es war der Zeitpunkt gekommen, dass bei einigen VfLer die Augen wieder kleiner wurden. So schließt sich der Kreis von einem unvergesslichen Ausflug in die Weltspitze des Tischtennissports.

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