VfL on tour: Besuch des America’s Cup in Valencia

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Eigentlich sollte es eine ganz normale Mannschaftsfahrt werden, d.h. Sonne, Strand, (ein bisschen) Alkohol und natürlich viel Spaß. So fing sie auch an. Die VIERTE mit Susanne Wehrmann, Stefan Kemper, Eckardt Fricke und Martin Poller kamen entspannt in Düsseldorf an, wo sie Uwe Weng begrüßen durfte. Der eigentliche Hintergrund war nämlich die Doppelkopfrunde, die aus diesen VfLern besteht und ein weiteres Mal verdeutlicht, welche Geschlossenheit und Kameradschaft in dieser Mannschaft seit vielen Jahren existiert.
Die gemeinsame Fahrt zum Flughafen und der nachfolgende Flug nach Alicante verliefen erschreckend reibungslos. Auch die Weiterfahrt nach Denia versprach einen gemütlichen Trip. Selbst das Wetter, das im Vorfeld kaum Sonne versprach, wollte diese entspannte Atmosphäre nicht trüben. Quasi mit der Landung auf spanischem Boden hörte es auf zu regnen. Auch in den darauf folgenden Tagen sollten wir keinen Regen mehr sehen (zumindest nicht in Spanien).

Am eigentlichen Urlaubsort angekommen wurden die ersten Pläne geschmiedet was so in den nächsten Tagen abgehen sollte. Um es vorweg zu sagen, es sollte jede Menge passieren. Gleich am Tag I nach Ankunft wurde ein Tagesausflug nach Valencia gemacht. Dort stand neben dem Marsch durch die Altstadt mit ihren Sehenswürdigkeiten ein Besuch des America’s Cup an. Dieses Highlight durften wir uns nicht entgehen lassen, zumal der Eintritt (inkl. Parken am Gelände) zu unserem Erstaunen kostenlos war.

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Die Stimmung in der Truppe war schnell auf ihrem Höhepunkt. Einen kleinen Dämpfer sollte sie während der Rückfahrt nach Denia erhalten, da die Verkehrsführung in Spanien einige Rätsel bei Fahrer und Beifahrern aufwarf. Während Stefan bereits in Valencia sein Fahrkönnen demonstrieren konnte, hatte Uwe das Vergnügen stets in den späten Abendstunden (als pensionierter Alkoholiker). Beiden muß großer Respekt für ihre Nervenstärke und Übersicht gezollt werden. Wer das Auto schadlos durch das engste Parkhaus, das wir jemals kennengelernt haben, und durch die zahllosen Kreisverkehre ohne Markierungen auf den Fahrbahnen führt, hat dieses Lob mehr als verdient. Aber es sollten nicht die einzigen Besonderheiten im Straßenverkehr sein. So gab es Straßen nicht, wo sie laut Straßenkarte existieren sollten. Ferner gibt es zumindest in Deutschland keine Autobahn, die sich direkt vor den Augen des Fahrers wie eine Gabel aufteilt und das selbe Ziel angibt. Ebenso ist es erstaunlich, wie viele Straßen nach Valencia und Alicante führen, obwohl sie in unterschiedliche Richtungen zeigen und keine weiteren Angaben über Zwischenstationen machen. Das Ergebnis war, dass die Rückfahrt über vier Stunden gedauert hat, während wir für die Hinfahrt nur eine Stunde gebraucht hatten. Das Positive war aber auf jedem Fall, dass wir Land und Leute kennengelernt haben, wie wir es vielleicht ohne diese Tour de Espana nicht gemacht hätten. Völlig erschöpft in Denia angekommen durften wir zu guter Letzt das Reinheitsgebot der Deutschen bei einem Burger King schätzen lernen. Soviel Dreck auf einem Haufen gibt es in Good old Germany nur auf einer Mülldeponie.

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Folgedessen sollte Tag II deutlich ruhiger anlaufen. Er begann mit dem Besuch eines Flohmarkts, der in einem kleinen Ort in den Bergen (oberhalb der Costa Blanca) stattfand. Zurück in Denia wurde die Kleidung etwas Weniger und Luftiger. Sonne, Strand und Meer sollten den Nachmittag dominieren. Auch so eine Zeit kann sehr lustig verlaufen. Uwe liegt ahnungslos auf seinem Handtuch, seine Hände gefaltet. Dies veranlasst Ecki zu der Aussage: „Die Situation kommt mir bekannt vor.“ Daraufhin fragt Uwe nach: „Inwiefern?“. Ecki: „So liegen die Menschen bei mir in einer Kiste.“. Gut erholt begann am Abend die „zweite Halbzeit“ mit viel Sangria und natürlich Doppelkopf. Viele Fotos dokumentieren das Fortschreiten der Zeit und des Alkoholspiegels bei allen Anwesenden.

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Vereinzelt wurden am Morgen danach erste Nebenwirkungen festgestellt. Sie sollten sich insbesondere bei einer Person nach dem Abend von Tag III deutlich verschärfen. Der Pool in der Wohnanlage sollte als Ort dienen, an dem die ersten Wunden geleckt wurden, bevor es (wieder) in die Verlängerung ging.

Der Tag III stand ganz im Zeichen des Besuchs von Denia. Am Vormittag (oder war es schon Mittag?) wurde das Treiben auf dem Markt inspiziert und als Einkaufsmöglichkeit genutzt. Nach einer kurzen Erholungspause am Pool (Ecki: „Ich habe mir das Meer größer vorgestellt.“) ging es am Abend noch in den Yachthafen.

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Mit dem Tag V ging dann auch die Kurzreise an das bereits gut temperierte Mittelmeer zuende. Im Gegensatz zur Hinreise verlief die Rückkehr nach Deutschland nicht ganz so reibungslos. Am Flughafen in Alicante angekommen wurde uns mitgeteilt, dass unser Flieger zwei Stunden (am Ende waren es drei Stunden) später starten sollte. Und zu guter Letzt begrüßte uns Düsseldorf auf dem Weg zwischen Haltestelle und Tiefgarage mit einem heftigen (Hagel-)schauer. Deutschland hatte uns in gewohnter Form wieder. Alles im allen war es eine super Reise mit jeder Menge Abwechslung. Bis zur nächsten Reise müssen wir nun wieder viel Doppelkopf spielen.

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