9:1 gegen SV Oldendorf: Das Spiel mit der besonderen Note.

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Die 1. Herren demonstrierte gegen die Sportfreunde aus Oldendorf noch einmal ihre Heimstärke. Nach der enttäuschenden Vorstellung gegen SF Schledehausen war dies auch dringend notwendig, um die Chance auf den zweiten Tabellenplatz, der die Teilnahme an den Relegationsspielen für die Bezirksoberliga bedeuten würde, zu bewahren. Für einen Spieler aus der Mannschaft war es aber ein Spiel mit der besonderen Note. Wie im Vorfeld angekündigt und abteilungsintern lange bekannt trat der Sportkamerad Uwe Weng das letzte Mal im Dress seines Vereins, dem VfL Osnabrück, an den Tisch. Es sollte für ihn ein versöhnlicher Abschluß nach einer eher verkorksten Hinrunde werden.

Wie in den Spielen zuvor startete die Mannschaft um Hans-Peter Scharmacher sehr stark in den Doppeln. Unser Spitzendoppel mit Mario Behrends und Uli Kersenfischer gewann ebenso überzeugend wie Michael Franck und Bonne Habekost. Der erste emotionale Höhepunkt an diesem Nachmittag folgte dann mit dem letzten Doppel von Hans-Peter und Uwe. Seit ihren Bemühungen vor ca. vier Jahren, die erste Mannschaft wieder in höhere Ligen zu bringen, spielen sie zusammen Doppel und das auch sehr erfolgreich. So sollte es auch dieses Mal sein. Gegen die offensiv ausgelegte Paarung Henke/Diekmann mussten sie sich allerdings etwas einfallen lassen, um nicht unter die Räder zu kommen. Mit all ihrer Erfahrung gelang es ihnen, den Gegner immer wieder zu Fehlern zu verleiten. In einem spannenden Finish und einem 1:5 Rückstand im fünften Satz siegten die Beiden mit 12:10.

Im Anschluß traten dann Mario und Michael an den Tisch. In der sich immer mehr füllenden Halle an der Hackländerstraße zeigten sie wieder einmal in dieser Saison, dass sie mentalen Schwankungen unterlegen sind. Diesmal hatte es Michael erwischt. Er fand zu keiner Zeit die richtige Einstellung zum Spiel gegen Olaf Klamer. Die logische Konsequenz war eine vermeidmare Niederlage, die der Stimmung und dem weiteren erfolgreichen Spielverlauf aber keinen Abbruch tat.

So stand es bereits 5:1, als das mittlere Paarkreuz mit Hans-Peter und Bonne ihre Spielkünste der mittlerweile über zwanzig anwesenden Zuschauern zeigen durften. Dass Noppe nicht gleich Noppe ist wurde in diesen beiden Spielen sichtbar. Nachdem Hans-Peter so seine Probleme mit den Noppen am vergangenen Samstag hatte, so konnten ihm diesmal die Noppen seines Gegners Imbrock nichts anhaben. Deutlich mehr Probleme hatte dagegen der Gegner mit Bonnes Noppen. Bonne reichten bei den kurzen Sätzen schon wenige Fehler, um auf die Siegerstraße zu geraten.

Während Bonnes Spiel noch lief, war Hans-Peter bereits als Sieger vom Tisch gegangen, so daß Uli in das weitere Spielgeschehen eingreifen durfte. Gegen einen mutig aufspielenden Ersatzmann war er nicht immer mit seiner Leistung zufrieden, konnte aber seinen Gegenüber in Schacht halten und gewann in vier Sätzen.

Jetzt war es soweit. Uwe betrat die Spielbox. Er wusste, dass bei diesem Spieltstand (7:1) sein letztes Einzel bevorstand. Zum ersten Mal in seiner fast zwanzigjährigen Spielerlaufbahn im Osnabrücker Raum hieß sein Gegner Andreas Diekmann, der ähnlich wie Uwe eine eher mäßige Saison bislang gespielt hatte. Es sollte sich schnell ein attraktives und spannendes Spiel entwickeln, das ganz den Geschmack der Zuschauer traf. Nachdem die ersten Topspinschläge das Ziel gefunden hatten, gewann Uwes Spiel immer mehr an Sicherheit. Zahlreiche Topspinduelle und wechselnde Führungen prägten das Spiel. In den ersten drei Sätzen war es Diekmann, der bis zur Schlußphase größtenteils in Führung lag. Doch Uwe gab (wie immer) nie auf, und das Publikum trieb ihn immer wieder nach vorne. Der spielerische Höhepunkt war sicherlich der Punkt zum Gewinn des zweiten Satzes. Als der vierte Satz knapp verlorenging, flüssterte Renate Zierath Uwe zu, dass er doch nur das Spiel einen weiteren Satz genießen solle. So war es auch. Der fünfte Satz begann nach Maß, so daß am Ende ein ungefährdetes 11:5 auf dem Spielformular stand. Viel wichtiger war für Uwe aber das Drumherum, in der er den Erfolg genießen konnte. Standing ovations begleitete ihn aus der Spielbox zu seinen Freunden. Es war sogar der letzte Punkt, der an diesem Abend gespielt wurde, da Mario in der Zwischzeit kurzen Prozess mit seinem Gegner gemacht hatte.

Um 18.30 Uhr war also Uwes Laufbahn als aktiver Spieler beim VfL Osnabrück zuende. Es folgte eine Party mit vielen weiteren emotionalen Höhepunkte, bei denen Uwe die eine oder andere Träne unterdrücken musste. Ab hier lassen wir nun Bilder sprechen.

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