Trotzreaktion der 1. Herren am Kanal

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Nach dem bislang eher entäuschenden Auftreten in der Ferne zeigte die 1. Herrenmannschaft eine konzentrierte Leistung gegen Blau-Weiss Papenburg und gewann verdient mit 9:1. Zwei Stunden Spielzeit standen vier Stunden Fahrt entgegen.

Bei sommerlichen Temperaturen startete der Tross gegen 13:15 Uhr in Osnabrück. Unser langjähriger Abteilungsleiter, Peter Scharmacher, ließ es sich nicht nehmen, den Kurztripp in den hohen Norden mitzumachen. Vielleicht lag es an ihm, dass sich alle Spieler viel für dieses Match vorgenommen hatten. Im Gegensatz zum 25.11.05 waren die Straßenverhältnisse optimal, so dass die Anfahrt via Friesenspieß reibungslos verlief.

In Papenburg angekommen staunten die Mannen um Hans-Peter Scharmacher nicht schlecht, als sie die Halle betreten hatten. Ein giftgrüner Hallenboden mit eingebauter Nachfederung und vor allem mit sehr glatter Oberfläche sollte für einen schwierigen Stand an diesem Nachmittag sorgen. Schlittschuhlaufen wäre in dieser Halle einfacher als sich zum Schlag richtig zu stellen. Von diesen Umständen ließen sich die Spieler nur in den ersten Minuten beeindrucken. Als der erste Ball in den Anfangsdoppeln gespielt wurde, war der Gedanke an eine Rutschpartie verflogen. Die Doppeln sollten auch gleich für den notwendigen Vorsprung sorgen. Trotz eines erkälteten Bonne Habekost und einem nach wie vor angeschlagenen Michael Franck wurde das Doppel gewonnen. Ebenso konnten Mario Behrends und Uli Kersenfischer ihre Gegner in die Schranken weisen. Mit geschicktem Platzierungsspiel brachten sie die Gegner immer wieder in Bedrängnis. Deutlich schwerer taten sich Hans-Peter und Uwe Weng im dritten Doppel. Die Erinnerung an die Begegnung gegen Nordhorn war sofort präsent. Diesmal zeigte aber Uwe den notwendigen Biss und zog die von Hans-Peter gut vorbereiteten Bälle rechts und links an den Michalke Brüdern vorbei.

Eine 3:0 Führung nach den Doppeln ist meistens die halbe Miete im Tischtennis. So sollte es auch dieses Mal sein, zumal sich das obere Paarkreuz des VfL mit Mario und Michael in einer guten Verfassung präsentierte. So gewannen die Beiden ihre Spiele und sorgten für den Traumzwischenstand von 5:0. Es sollte aber noch besser kommen. Obwohl Bonne bis gestern mit Fieber im Bett lag, zeigte seine Noppe die richtige Wirkung gegen Herbert Michalke. Die positive Folge war eine 6:0 Führung.

Der Siegeszug konnte auch nicht durch Hans-Peters Niederlage gegen Martin Michalke aufgehalten werden. Uli und Uwe trafen im unteren Paarkreuz auf die neue Generation der Papenburger. Uli hatte wie schon die ganze Saison keine Probleme mit seinem Gegner. Dagegen musste Uwe wieder über den Kampf in das Spiel finden. Der Start war vielversprechend, sollte sich aber in einen ähnlichen Verlauf drehen, wie sein zweites Spiel gegen Laxten. Zum Glück brachte ihn mit einer Serie von Topspins nach 6:10 Rückstand den zweiten Satz, so dass er im Spiel blieb. Am Ende hieß es im fünften Satz 14:12 für ihn. Für den erfreulichen Endstand von 9:1 sorgte dann Mario mit seinem zweiten Sieg im zweiten Einzeln an diesem Tag.

Noch drei Spiele sind in der Hinserie zu absolvieren. Das nächste (Heim-)Spiel findet am kommenden Samstag bereits um 14.30 Uhr gegen SF Oesede statt. Nachdem die Oeseder Fraktion kurz nach Saisonbeginn noch einmal aufstocken konnte, können Mannschaft und Fans spannende Spiele erwarten.

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