Rückblick auf die Hinserie 2005/2006

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Was war das wieder für eine Hinrunde für die Spielerinnen und Spieler des VfL Osnabrück. Nachdem die letzte Saison so erfolgreich abgeschlossen worden war, hieß es in den letzten vier Monaten für viele Mannschaften des VfL Osnabrück, die guten Leistungen teilweise in höheren Klassen zu bestätigen. Aber auch am Rande des Spielgeschehens war wieder eine Menge los um den VfL.

Die 1. Damenmannschaft kann auf eine mehr als zufriedenstellende Hinserie zurückblicken. Nach vielen Jahren hat der VfL wieder eine Damenmannschaft in der Bezirksoberliga spielen. Nach dem Aufstieg heißt es für unsere Ladies in dieser Saison, die Klasse zu erhalten. Mit drei Siegen, einem Unentschieden und fünf Niederlagen steht die Mannschaft auf dem sechsten Tabellenplatz. Ein Ruhepolster ist dieser Platz sicherlich nicht, da der Kampf um die Nichtabstiegsplätze groß ist. Dabei hätte es noch einen oder sogar zwei Punkte mehr auf der Habenseite sein können, wenn man sich die zwei knappen Niederlagen gegen Wellingholzhausen und Venne vor Augen hält. Mit einem Sieg gegen Wellingholzhausen in der Rückrunde ständen die Chancen aber nicht schlecht, auch in der nächsten Saison wieder in dieser Liga zu spielen.
Einen großen Anteil an dem bisherigen Abschneiden hat Karin Wulfhorst, die mit 13:5 Spielen im oberen Paarkreuz zu den besten Spielerinnen der Liga gehört. Aber auch ihre Mitspielerinnen können mit ausgeglichenen Spielverhältnissen überzeugen. Bedauerlicherweise muß die Mannschaft aufgrund unerwarteter schwerer Krankheit den Verlust der Mannschaftsführerin Sigrid Knust kompensieren. Wir drücken ihr die Daumen, dass sie wieder bald unter uns weilt.

Nachdem die 1. Herren in der vergangenen Saison aufgrund Krankheitsbedingter Ausfälle den Aufstieg in die Bezirksliga nicht realisieren konnte, ist sie mit großer Zuversicht in die Saison 2005/2006 gestartet, zumal sie noch einmal durch Mario Behrends verstärkt worden ist. Die in ihr gesteckten Erwartungen konnte die Mannschaft bislang erfüllen, obwohl sie auch in dieser Hinrunde wieder mit Ausfällen zu kämpfen hatte. Gleich beide Spitzenspieler Mario Behrends und Michael Franck standen wegen operativer Eingriffe nur bedingt zur Verfügung. So sind auch die beiden Niederlagen gegen die vermeintlichen Underdogs Oesede und Riemsloh zustandegekommen. Zum Glück halten sich die Auswirkungen des schwarzen Wochenendes in Grenzen, da auch die Konkurrenz patzte. Am Ende der Hinrunde steht ein zweiter Platz, der an der Teilnahme der Relegationsspiele berechtigt.
Ein reiner Wahnsinn ist die Bilanz von Michael Franck, der trotz der zwischenzeitlich notwendigen Blinddarmoperation ein Ergebnis von 10:1 Spielen erzielte. Einen weiteren persönlichen Höhepunkt konnte Uwe Weng setzen, der ebenfalls mit 10:1 Spielen sein bislang bestes Spielergebnis erreichte. Aber auch die sehr guten Leistungen der Ersatzspieler, allen voran Uli Kersenfischer und Harald Niemann verdienen ihren höchsten Respekt und Anerkennung. Wenn die Genesung der erwähnten Spieler weiter voranschreitet, dann sollte der zweite Platz gehalten werden. Der aktuelle Tabellenführer Niedermark dürfte in der Rückserie nicht mehr zu überholen sein, wenn sie ihre Ankündigung, mit den Oberligaspielern Witte und Hehmann stets komplett zu spielen, wahrmachen.

Für Schlagzeilen sorgte diesmal unsere 2. Herrenmannschaft. Grund war nicht das jugendliche Auftreten der stark verjüngten Formation, sondern ein Formfehler bei der Beantragung der Jugendfreigaben. Wir dürfen gespannt sein, wie das Sportgericht entscheiden wird. Wenn die Funktionären gegen den VfL entscheiden sollten, dann findet sich die Mannschaft auf dem letzten Tabellenplatz wieder, ansonsten mit sieben gewonnenen Punkten auf dem sechsten Platz. Dieses Missgeschick hat gezeigt, dass alle vorgesehenen Überwachungsfunktionen versagt haben.
Am Tisch setzten einige Spieler Glanzpunkte, allen voran unser Neuzugang Uli Kersenfischer, der mit 10:2 das obere Paarkreuz dominierte. Nach seinen Aussagen macht es einfach wieder Bock, TT zu spielen. Dies merkt man ihm auch an, vor allem im Doppel mit Hans-Peter Scharmacher, wenn er in der ersten Mannschaft Ersatz spielt. Deshalb verdienen die Beiden zu Recht das Prädikat „Doppel des Jahres“.
Weiterhin konnte auch Harald Niemann nicht nur im Spiel, sondern auch seit vielen Jahren als Kapitän überzeugen. Es ist schon „voll normal“, dass seine Mannschaft immer auf viele Ersatzspieler angewiesen ist; so auch dieses Jahr. Gleich fünf Spieler aus unteren Mannschaften durften die Luft in der 2. Bezirksklasse schnuppern. Bei unseren Youngstern gab es unterschiedliche Entwicklungen. Während Alexander Kammel immer stärker wird und auf dem Sprung in die ersten Mannschaft ist, konnte Wei-Ye Cheng nicht so richtig überzeugen. Vielleicht platzt bei ihm der Knoten in der Rückserie. Mit Dieter Born und Ralf Wöstmann sind noch zwei Spieler in der Hinterhand, die im entscheidenden Moment für Punkte gut sind.

Eine ebenfalls neuformierte dritte Mannschaft ist in die Saison gestartet. Dieser Schnitt ist notwendig geworden, da die Kreisliga nur noch mit 4er-Mannschaften gespielt wird. Dadurch ist die Spielstärke gerade im oberen Paarkreuz deutlich gesteigert worden. Umso größer ist die Leistung von Toni Bartolcic einzuschätzen. Mit einer Bilanz von 14:4 gehört er zu den Top-Scorern der Liga. Eine noch bessere Bilanz hat Karsten Lytze im unteren Paarkreuz erzielt: 13:2. Beide Spieler haben mit ihrer Leistung massgeblich zu dem erreichten dritten Platz beigetragen. Aber auch diese Mannschaft kann leider von der Entscheidung des Sportgerichts betroffen sein. Wenn den Jugendlichen aus der zweiten Mannschaft die Freigabe aberkannt wird, müssen Spieler aus der 3. Herren aufrücken. Damit werden die Spiele, an denen sie teilgenommen haben, gegen den VfL gewertet. So sieht es zumindest das Regelwerk vor. Der Verband sollte sich ernsthafte Gedanken darüber machen, ob diese Kettenreaktion im Sinne des (Freizeit-)Sports ist.

Die 4. Herren hat ihrem Spitznamen „Die VIERTE“ alle Ehre gemacht. Mit Freude am Spiel und Mannschaft ist sie das Aushängeschild in Sachen Geselligkeit. So ist es auch nicht verwunderlich, dass mittlerweile eine Mannschaftsfahrt nach Spanien im Jahre 2006 geplant wird. Feuchtfröhliche Doppelkopfabende sorgen für das nötige Kleingeld. Aber auch spielerisch kann die Mannschaft überzeugen. Auch wenn die Fünf nur den achten Platz belegen, so zeigt das Satzverhältnis (-3), wie eng es in der Kreisliga zugeht. Mit ein bisschen mehr Glück in den entscheidenden Spielsituationen ist sicherlich noch ein besserer Tabellenplatz drin.

Wie schon in der vergangenen Saison ist auch diesmal die 1. Jugend in der Kreisliga auf Punktejagd gegangen. Und auch in dieser Hinserie wurde die Konkurrenz beherrscht, allerdings nicht ganz so souverän wie in der letzten Saison. Trotzdem reicht es noch, um den ersten Tabellenplatz zu belegen. Im oberen Paarkreuz haben Andreas Plasger und Rene Schütze gerade einmal fünf Spiele verloren. Aber auch Frank Schier, Rafael Borkowski und Philip Reinhold haben gute bis sehr gute Leistungen gezeigt. Wir dürfen gespannt sein, wie sich unsere Jugendlichen weiter entwickeln werden. Schließlich heißt es in der nächsten Saison auch für einige von ihnen, bei den Herren bestehen zu müssen.

Das Internet-Team des VfL Osnabrück wünscht allen Leserinnen und Lesern ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Jahr 2006.

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