1. Herren verpasst Herbstmeisterschaft.

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Das letzte Spiel der Hinserie hätte nicht spannender sein können. Die 1. Herren sind auf einem bis in die Haarspitzen motivierten SSC Dodesheide getroffen. Kein Ball wurde in den fast vier Stunden andauernden Krimi kampflos aufgegeben. So stand es am Ende 8:8. Damit blieb die Mannschaft auf dem zweiten Tabellenplatz.

Dass es an diesem Tag schwer werden würde, haben die Männer des VfL bereits in den ersten Doppeln spüren müssen. Beide Spiele gingen jeweils knapp in fünf Sätzen verloren. So stand schon das dritte Doppel unter Zugzwang. Aber Hans-Peter Scharmacher und Uli Kersenfischer gewannen gegen Niedwetzki/Phan souverän.

Die Einzel konnten in allen Paarkreuzen ausgeglichen gestaltet werden. Das obere Paarkreuz mit Mario Behrends und Michael Franck haben heute in Volker Machts ihren Meister gefunden. Die mit spektakulären gespickten Ballwechsel wurden meistens verdient vom Dodesheidener gewonnen. Dagegen musste sein Mannschaftskamerad Oliver Hinnersmann in beiden Duellen gegen unsere Jungs den Kürzeren ziehen.

Nach den Spielen im oberen Paarkreuz war klar, dass heute andere VfLer für die entscheidenden Punkte sorgen mussten. Hans-Peter Scharmacher gewann auch sein erstes Einzel gegen Willen, durfte aber gegen einen sicher agierenden Dirk Moldenhauer gratulieren. Zum selben Ergebnis ist auch Bonne Habekost, der erneut im mittleren Paarkreuz Rainer Schmölders vertrat, gekommen. Dank einer aufopferungsvollen Aufholjagd konnte er einen 0:2 Satzrückstand gegen Willen aufholen und in einen 3:2 Sieg umwandeln.

Also kam es auf das untere Paarkreuz an. Um es vorweg zu sagen, von den vier Einzeln sind drei im fünften Satz mit nur zwei Bällen Unterschied entschieden worden. Aber nun der Reihe nach. Als erstes durfte Uwe Weng gegen Phan ran. Es war das von ihm erwartete schwere Spiel. Der erste Satz ging nach gutem Start verdient an Uwe. Danach kam Phan besser ins Spiel und gewann ebenfalls knapp die beiden darauf folgenden Sätzen. Mit allen Kräften wehrte sich Uwe gegen die anstehende Niederlage und gewann den vierten Durchgang in der Verlängerung. Dabei musste er einen Matchball abwehren. Der fünfte Satz mußte also die Entscheidung bringen. Uwe erwischte den besseren Start und führte schnell mit 6:3. Doch dann ließ er an Agressivität wieder nach und überließ seinem Gegenüber das Spielfeld. Die Aufholjagd sollte sich aber zum Glück für den VfL nicht auszahlen. Nach einem zwischenzeitlichen 9:9 Ausgleich packte Uwe seine besten Topspins aus und gewann 11:9.
Uli Kersenfischer hatte im ersten Spiel gegen Niedwetzki weniger Probleme und gewann deutlich. Im zweiten Durchgang kam es dann zum spannenden Finale. Die Mannschaft um Michael Franck führte 7:6, bevor Uwe Weng zum zweiten Einzel an den Tisch ging. Bis zu dieser Stunde war er ungeschlagen in der Hinserie. Nachdem Hans-Peter „nur“ 1:1 in der Mitte gespielt hatte, hätte ein Sieg nicht nur das Überholen von Bonne Habekost, sondern auch von Hans-Peter bedeutet. Mit Rene Niedwetzki hatte er jemand als Gegner, der in den letzten Jahren kein Spiel gegen Uwe gewinnen konnte. Die Vorzeichen standen also gut. Das Spiel lief im ersten Satz auch nach Plan. Uwe diktierte das Spiel und gewann souverän. Doch dann ließen Konzentration und Kraft langsam nach. Vor allem der zweite Ball machte ihm zunehmend zu schaffen. Trotzdem erreichte er den fünften Satz. Zu Beginn dieses Satzes konnte er die Ballwechsel noch offen gestalten. Doch dann fanden seine Bälle nicht mehr das gewohnte Ziel, so daß Niedwetzki eine 10:7 Führung herausspielte. Uwe gab aber nicht auf und glich mit ein bisschen Glück zum 10:10 aus. Das Spiel ging also in die Verlängerung. Während Niedwetzkis Topspin das Ziel fand, blieb Uwes Angriffsschlag im Netz hängen. Damit fing er sich ausgerechnet im letzten Spiel seine erste Niederlage ein. Trotzdem darf er auf seine beste Halbserie in seiner Laufbahn zurückblicken.
Am Nachbartisch ging es nicht weniger spannend zu. Ein sehr stark aufspielender Phan absolvierte sich tolle Topspinduelle gegen Uli Kersenfischer. Ein offener Schlagabtausch sollte erst im fünften Satz entschieden werden. Phan führte bis in die Endphase stets mit ein oder zwei Punkten. Doch dann blitzte Ulis Klasse auf und konnte das Spiel mit 11:9 gewinnen.

Mit einer 8:7 Führung im Rücken gingen Michael Franck und Bonne Habekost in das Abschlußdoppel. Nachdem sie ihre weisse Weste bereits im Eingangsdoppel verloren hatten, waren sie anfangs auf Wiedergutmachung aus. Sie fanden aber nicht das richtige taktische Mittel gegen ein selbstbewußt aufspielendes Duo Oliver Hinnersmann und Dirk Moldenhauer. Die logische Konsequenz war eine 1:3 Niederlage. Damit sollten drei verlorene Doppel einen Sieg gegen SSC Dodesheide verhindern.

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