VfL stürzt Tabellenführer Niedermark.

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Es war das erhoffte Spiel der Spiele in der Hinserie. Dabei waren die Voraussetzungen alles andere als gut. Unsere Spitzenspieler Mario Behrends und Michael Franck sind nach wie vor nicht im vollen Besitz ihrer Kräfte. Michael lag vor genau zwei Wochen noch auf dem OP-Tisch. Umso erstaunlicher ist seine Leistung an dem heutigen Tag. Zum ersten Mal durfte er mit seinem Doppelpartner Bonne Habekost im Doppel 3 seine Spielkünste celebrieren. So gewannen sie auch ihr Doppel letzten Endes verdient im fünften Satz. Ebenso erfolgreich war das Dreamteam aus Hans-Peter Scharmacher und Uli Kersenfischer, der den abwesenden Rainer Schmölders vertrat. Es macht einfach Spaß, ihnen im Doppel zuzuschauen. Mit etwas Glück wäre sogar ein Traumstart denkbar gewesen. Aber Mario Behrends und Uwe Weng, die zum ersten Mal die Ehre hatten, Doppel 2 zu spielen, verloren denkbar knapp 9:11 im fünften Satz gegen Witte und Lachmann.

Die knappen Spiele sollten auch im weiteren Verlauf das Salz in der Suppe sein. Mario Behrends war es noch anzumerken, dass es im entscheidenden Moment noch an Beweglichkeit fehlt. So verlor er gegen Sommerkamp und auch im zweiten Durchgang gegen Witte. Es wird aber von Woche zu Woche besser, so daß wir guten Mutes sind, dass er in den kommenden Spielen zu alter Stärke wieder findet.

Ein angeschlagener Spieler kann einen Gegner vor unlösbaren Aufgaben stellen. Dies mussten heute die Gegner von Michael Franck einsehen. Mit spektakulären und wohlüberlegten Bällen gewann er beide Spiele und trug damit überraschend und auch wesentlich zum Gesamtsieg bei.

Aber auch Bonne Habekost konnte heute einen sehr wichtigen Punkt beitragen. Zur Überraschung aller, und vor allem des Gegners, griff er zum alten Material und kehrte damit auf die Erfolgsspur zurück. Nach dem Spiel gegen Lachmann musste er noch gratulieren. Im Spiel gegen Kaiser wurde er aber immer sicherer. Mit einer taktischen Meisterleistung gewann er dann auch völlig verdient mit 3:1 Sätzen.

Mit ein wenig Glück hätte der Sieg höher ausfallen können. Aber Hans-Peter Scharmacher zog das Pech heute quasi an. So verlor er denkbar knapp und mit Kantenbällen gegen sich in fünf Sätzen gegen Lachmann und Kaiser.

Aber zum Glück konnte die 1. Herren auf die Dienste von Uwe Weng und Uli Kersenfischer im unteren Paarkreuz zurückgreifen. Sie machten mit ihren vier Siegen den Matchgewinn perfekt. Der „Legionär“ Uwe Weng spielte wie in der bisherigen Hinserie auf hohem Niveau. Nachdem das erste Spiel gegen Ersatzspieler Münnich noch unspektakulär mit 3:1 für Uwe ausging, kam es im zweiten Spiel zum Showdown. Dabei sah es nach den ersten beiden gewonnenen Sätzen gegen Mintrup noch nach einem glatten Sieg aus. Aber eine 10:9 Führung im dritten Satz reichte nicht aus, um das Spiel vorzeitig zu beenden. Der Gegner wurde von Punkt zu Punkt stärker und mutiger. So kam es wie es kommen musste. Uwe lag im fünften Satz mit 7:9 hinten. Seine beiden Aufschläge brachte er mit tollen Topspins durch und brachte die Fans in Wallung. Da war sie, die erhoffte Kulisse, die ein Spiel entscheiden kann. So vergab Mintrup auch einen leichten Ball. Damit stand es 10:9 im fünften Satz. Uwe Weng hatte sich aus der prekären Situation herausgekämpft. Den letzten Punkt machte er in guter alter Manier: Topspin mit durchschlagender Kraft.

In der Zwischenzeit hatte unser Edelersatz Uli Kersenfischer auch sein zweites Einzel gewonnen. Er könnte für die erste Herrenmannschaft das Zündlein an der Waage sein im Kampf um die Meisterschaft. Ein ungeschriebenes Gesetz besagt, dass am Saisonende die Mannschaft oben steht, die von 1 bis 6 punktet. Heute hat das untere Paarkreuz vier Punkte zum verdienten Sieg beigetragen.

Jetzt heißt es für alle, den Schwung in die kommenden Spiele mitzunehmen. Natürlich hoffen alle, dass vor allem Mario Behrends und Michael Franck weitere Schritte in Richtung Genesung machen. Nur so sind die noch ausstehenden schweren Aufgaben gegen SSC Dodesheide und SVC Belm-Powe lösbar. Vorher muß aber noch SC Schölerberg am nächsten Wochenende geschlagen werden. Auf geht’s.

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